Ein Leben ganz ohne seinen
Sport – das ist einfach
unvorstellbar. Im Celler Schloss wurde Arnold Hellbusch von Celles
Oberbürgermeister Martin Biermann (Mitte) im Namen von
Bundespräsident Horst
Köhler die Verdienstmedaille des Verdienstordens der
Bundesrepublik Deutschland
in einer Feierstunde kürzlich verliehen. Biermann überreichte
ihm neben der
Medaille eine Urkunde und ein Ehrenzeichen. „Sie sind ein gradliniger
Sportsmann durch und durch“, lobte der Oberbürgermeister den
72-jährigen, den
er bei der Ehrung für sein nahezu 40-jähriges ehrenamtliches
Vereinsengagement
treffsicher „Mister Altenhagen“ nannte.
Beim VfL Altenhagen ist der
Geehrte seit
Jahrzehnten die feste Größe im
Vorstadt-Vorstandsvereinsleben. Von 1970 – 1974
war Hellbusch dort Sozial- und Sportwart, seit 1974 zweiter
Vorsitzender und
seit 1983 cleverer Schatzmeister. „Sie haben hier dafür gesorgt,
dass die Kasse
immer stimmte“, hob Biermann in seiner Laudatio hervor. 1986 war
Hellbusch beim
Aufbau der VfL-Tennisabteilung (3 Plätze – Vereinsheim)
federführend. Seit 1971
ist er Leiter der Herren-Gymnastiksparte. Sein Herzensanliegen war
allerdings
die Schwimmabteilung, die er zusammen mit seiner lieben Ehefrau Toni
schon im
Jahre 1973 ins Lebensbecken berief.
Außerdem hat er das
Fußball-Schiedsrichterwesen in Celle in vielen Positionen ab 1970
aktiv
aufgebaut und mit geprägt. Von 1971 bis 1994 war er Lehrwart, seit
1978
stellvertretender Vorsitzender des Schiedsrichterausschusses und seit
1992
zuverlässiger Schriftwart im Vorstand des Niedersächsischen
Fußballverbandes im
Kreis Celle. Zu ausländischen Schiedsrichterverbänden hat er
gerne Kontakte
gesucht und diese internationalen Kontakte auch maßgeblich und
intensiv
gepflegt. So mit dem Ungarischen Schiedsrichterverband (1974 – 1996),
von 1973
– 2000 mit der Schiedsrichtervereinigung Vorarlsberg (Schweiz) sowie
dem
Österreichischen Kärnten (1973 – 2004), wo Hellbusch heute
noch in und um
Klagenfurt herum viele gute Freunde bei der Schiedsrichtergemeinschaft
hat.
Allzeit bescheiden, Grund solide und ehrlich, stets hilfsbereit und
immer
ansprechbar – so kennen nicht nur Celles Sportler den „sympathischen
Arnold“,
dem die Rührung sichtlich im Gesicht geschrieben stand.
Horst
Friebe